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Die erste richtige Rundmail

Stell mal meine Rundmail hier rein, hab grad keine Zeit was anderes zu schreiben, wird aber noch.... hab ins Gaestebuch was fuer euch geschrieben 

Vielleicht habt ihr von meinen Eltern schon erfahren, dass es mir gut geht, aber hier noch mal eine kleine Entwarnung und ein kleiner Bericht ueber meine erste Woche hier, okay es ist fast eine Woche , denn es ist gerade Donnerstag Abend. Ich bin gerade in unserem Haus, aber ich fang wohl am besten von vorne an: Zuerst mal danke an alle, die am letzten Abend zu Hause noch bei mir waren. Das hat mir den Abschied von euch zwar nicht sehr erleichtert, mir aber gezeigt, wie gern ihr mich und ich euch hab. Also danke Ein grosses Dankeschoen auch an die, und Das waren teilweise die gleichen, die mich an den Flughafen begleitet haben. Es war nicht leicht von euch Abschied zu nehmen, aber ich hab mich gleichzeitig auch wahnsinnig gefreut, dass ihr mich so weit es geht direkt und im Herzen auch weiterhin begleitet. Ich hab euch alle bei mir, in Fotos und in Gedanken. So jetzt zur eigentlichen Reise: Ich bin ohne Probleme nach Paris gekommen, wo ich festgestellt habe, dass ich eine Stunde mehr Aufenthalr habe, als ich gedacht habe, ich hab da wohl auf meinem Ticket verschaut. Aber das war auch gut so, denn der Flughafen Charles de Gaulle ist gross und selbst ich mit meinem grandiosen Orientierungssinn  hab Zeit gebraucht um mich zurechtzufinden; Dann bin ich also in ein Flugzeug gestiegen, das nach Niamey unterwegs war. Bevor ihr jetzt im Atlas nachkramt, das leigt nicht in Burkina Faso, sondern in Niger. Denn wer will schon nach BF. Mit zwei Studen Verspaeteung sind wir in Paris gestartet, weil das Bodenpersonal gestreikt hat und dann nach Niamey geflogen. Bereits im Flugzeug muss ich feststellen, dass mein Franzoesische nicht ganz das Wahre ist. Das Maedchen neben mir, US – Amerikanerin mit Nigerischen Verwandten, veruscht fleissig mir zu helfen. In Niamey steigen fast alle aus, denn wie schon gesagt wer will schon nach BF... Es sind dann doch so um die Hundert. In BF schlaegt mir erst mal warme Luft ins Gesicht, aber nicht zu heiss und auch nicht so feucht wie erwartet. Am Flughafen lern ich noch zwei deutsche Studentinnen kenn, die genauso wie ich Probleme mit der Sprache haben und ihre Diplomarbeit in Botanik in BF machen. Dann werde ich von Flavie, einem Chaffeur von OCADES abgeholt, der mich und zwei andere Burkinabe zuerst in ein Lokal bringt, wo ich burkinesisches Bier probieren muss An alle Bierfans: es schmeckt fast wie Augustiner, nur dass Brakina draufsteht und mehr in einer Flasche ist. Bereits auf der Fahrt nach Kaya schlafe ich ein. Am Haus erwarten mich Lisa, meine Mitbewohnerin aus Frankreich, zuasammen mit Sabrina einer Kanadierin. Das Haus ist riessig. Wir haben zwei Schlafzimmer, eine Kueche, ein Bad mit Dusche und einen Wohnraum, wlso sehr gross fuer zwei fuer einen allein fast zu riessig. In meiner ersten Nacht in Afrika schlafe ich trotz Moskitos sehr gut. AM naechsten Morgen hab eich gleich einen Termin beim Bischof, cih werde kurz vorgestellt und ich darf meine Gastgeschenke uebergeben und dann wird ueber was anderes geredet, was ich nicht wirklich verstehe. Aber ich sehe dann noch die Bibliothek, wo ich irgendwann arbeiten werde und die Pfarrgemeinde plus zugehoerigen Stadtpfarrer. Lisa zeigt mir dann auch noch mehr von Kaya und am Abend findet eine kleine Hauseinweihungsparty mit Vorstellung von mir statt. Lisa und ich backen dafuer einen Kuchen. Ja ich bin gerade einen Tag in BF und backe schon Kuchen. Wir haben zwar selbst kein Backrohr, aber bei Sabrina koennen wir die Kueche benutzen. Am Sonntag lerne ich kennen war Regen in Burkina heisst, es schuettet fast den ganzen Tag so stark, dass falls man aus dem Haus geht, innerhalb weinger Minuten klatschnass ist. Die „Strassen“ sind somit unpassierbar, da fast alle nur aus Snd bestehen (ausser die Strasse nach Ouaga und noch eine „Hauptstrasse“ hier. Von Montag bis Mittwoch bin ich immer einen hablen Tag mit den Chefs der Siozoese unterwegs, die Schulen inspizieren und mich dorthin mitnehmen. Ich sehe zwar ein bisschen was vom Land, aber ansonsten ist es sehr langwielig hier fuer mich, da ich zwar immer mehr Franzoesische verstehe und spreche, aber Moore ueberhaupt nicht verstehe( wir waren auch kurz in Korsimoro, hab gar nicht gewusst, dass der Pfarrer dort deutscher ist...). Am Nachmittag werde ich dann aber von Adisa oder Kathi abgeholt, die mir Kaya zeigen. Ich habe hier durch Lisa schon einige Freunde gefunden, kann mich auch auf Franzoesisch und Englisch verstaendigen, was sich Herr Kiermeier und Herr Kraft wohl nie gedacht haetten, und alle sind sehr nett zu mir. Da Lisa die letzten drei nicht da war hab ich mich ein bisschen allein gefuehlt, was man wohl auch am Telefon hoeren konnte, aber jetzt ist wieder alles in Ordnung und es geht mir gut hier. Heut Abend hab ich schon das erste mal bei einem burkinesichen Gericht mitgekocht und ich werden vielleicht naechste Woche anfangen zu arbeiten, ausserdem werde ich in den Kirchenchor mitgehen, bin schon sher gespannt. Ins Internet zu kommen ist im Moment noch ein bisschen schwierig, also seid mir bitte nicht boese wenn nciht jeder eine persoenliche Antwort bekommt, ich hoffe das wird noch besser. Am Samstag sind Lisa und ich in Adisas Heimatstadt eingeladen, da bin ich schon sehr gespannt. An meine Eltern: Lisas Handynummer ist: burkina....70 66 67 63 Dort koennt ihr mich ab jetzt erreichen Ich glaub das wars erst einmal Kurzzusammenfassung: mir gehts gut und das burkinesische Franzoesische werde ich auch noch lernen... Ganz liebe Gruesse aus Burkina Faso Eure Moni P.S.: News: Ich fange am Montag mit meiner Arbeit in der Bibliothek an, Buecherlisten erstellen etc. ausserdem hab ich die Moeglichkeit am Oktober freiwillige Deutschkurse zu geben. (bin von 8-12.30 und von 15-18 Uhr in der Bibliothk zu erreichen, bedenkt bitte die Zeitverschiebung und dass das ein Festnetztelefon ist) Hier hats schon wieder geregnet und die „Strassen“, in Wirklichkeit sind das Sandwege, sind so vermatscht, dass die ganze Sosse oben in die Glapperl reinlaeuft…. Dann ist es wieder so schwuel, dass man nicht selber zu schwitzen braucht, da sich die Feucht eh ueber den ganzen Koerper legt.

14.9.07 20:18, kommentieren

Burkinesische Rezepte 1

Zuerst einmal gibt es hier nicht viel verschiedene Gerichte. Meist Reis, Couscous, Hirse, Mais oder Nudeln und eine Sosse dazu. Eventuell noch Fleich oder Fisch. Das wars dann aber meistens schon. Ich werd euch hier also einfach Gerichte schreiben, die in Deutschland vielleicht nicht so viel anders sind, aber zum Beispiel mit Maisbrei einfach anders schmecken. Ich werd mich auch bemühen viele Rezepte rauszufinden. Vergesst nicht, dass hier alles mit dem Gaskocher gekocht wird, also die Zeiten vielleicht nicht ganz stimmen. Das erste, das ich euch versptochen hab, heist gleich anders, als ich gemein hab: Nicht Yaourt, sondern Doto oder so ähnlich. Es ist Maisbrei und wird mit einer Sosse aus Fisch, Fleisch, Tomaten und anderem Gemüse gegessen. Die Herstellung der Sosse hab ich noch nicht beobachten können. Auf jeden Fall ist aber Harachid drin, das ist Erdnussbutter, die hier praktisch in jades Gericht reinkommt. Aber zurück zum Maisbrei: (Mengen angaben sind schwierig, zur Not in meinem Arfrikakochbuch in Vib nachschauen) Maismehl sieben (zwecks Käferlein etc.) und zwei kleine Schüssln davon mit Wasser aufkochen. Darf ruhig viel Wasser sein, sodass ein sehr flüssiger Brei ensteht. Ca. 15 min kochen, umrühren nicht vergessen, das Zeug brennt leich an. Die Hälfte davon auf die Seite geben. Dann in den Rest weitere zwei Schüsseln Maismehl zugeben. Gut rühren, ist sehr dickflüssig, bzw. Fast fest. Wenn das eine gute Stabilität erreicht hat wieder die andere HÄlfte dazugeben. (ist angeblich besser wenn man das so kompliziert macht). Dann kommt der wohl schwierigste Teil. Der Brei sollte nun nicht mehr fest, sondern ein bisschen flüssig sein. Man nimmt zwei kleine Kalebassen ( bei euch tuns auch zwei Schöpflöffel) und taucht sie in Wasser. Sie dürfen nie trocken sein, sonst haut es nicht hin. Mit einer Kalebasse Brei entnehmen und in die andere geben, sodas eine Art Knödel entsteht, der aussen nass ist, damit er da auch wieder rausgeht, danach in eine Schüssel geben, die ebenfalls gut ausgespühlt ist. Der Knödel wir dabei eine Art Fladen. Dann nächsten Knödel formen und in die Schüssel schichten. Dies solange machen, bis der ganze Brei aiufgebraucht ist. Dann ist man eigentlich schon fertig: In einen Teller zwei Doto geben und daneben von der Sosse, kann auch Tomatensosse mit Gemüse und Fleisch sein. Mit den Fingern essen!!!!!!(ganz wichtig anders haut es nicht wirklich hin) Stücke vom Doto abreissen und dann in die Sosse tauchen. Salz wird hier fast keins verwendet, dafür wird aber gut gepfeffert. Mit Salz schmeckts aber ehrlich gesagt besser. Ach ja noch was: Hier ist es üblich sich vor dem Essen die Hände zu waschen… Ungeschickt ist: ein weisses T-shirt anzuhaben, wenn man noch nicht so geübt ist mit den Fingern zu essen Praktischer Tipp: Immer REI in der Tube zur Hand haben…. Also guten Appetit

29.9.07 14:55, kommentieren